10.06.2025 - Eine Gruppe ukrainischer Abgeordneter registriert Gesetzentwurf Nr. 13356Das ukrainische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das es der ukrainischen Nationalbank (NBU) ermöglicht, virtuelle Vermögenswerte, einschließlich Kryptowährungen, in die Devisenreserven des Landes aufzunehmen. Das Dokument, das auf der Website der Werchowna Rada abrufbar ist, ist ein vorsichtiger Schritt zur Integration digitaler Vermögenswerte in die öffentlichen Finanzen.
Ein Recht, keine Pflicht: Der von acht Abgeordneten unter der Leitung von Jaroslaw Zheleznyak initiierte Gesetzentwurf gibt der NBU die rechtliche Möglichkeit, virtuelle Vermögenswerte in ihre Reserven aufzunehmen. Gleichzeitig ist die NBU aber nicht verpflichtet, sofort eine Kryptowährungsreserve zu bilden.
Die Entscheidung liegt bei der NBU: Die NBU entscheidet auf der Grundlage der Risikobewertung und der Zweckmäßigkeit über die Höhe, den Zeitpunkt und die Art der virtuellen Vermögenswerte.
Zielsetzung: Den Autoren zufolge zielt die Initiative darauf ab, die Reserven zu diversifizieren und die Entwicklung der digitalen Wirtschaft der Ukraine zu unterstützen.
Yaroslav Zheleznyak, Erster Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Finanzen, Steuern und Zollpolitik der Werchowna Rada, sagte in einer offiziellen ErklärungKommentare:
"Dies ist ein Schritt zur Integration der Ukraine in die globale Finanzinnovation. Eine ordnungsgemäße Verwaltung virtueller Vermögenswerte kann die makroökonomische Stabilität stärken und neue Möglichkeiten für die digitale Wirtschaft eröffnen.
Die Ausarbeitung des Gesetzes wurde von Petro Bilyk, Partner bei Juscutum, und Kirill Khomyakov, Leiter von Binance Mittel- und Osteuropa, Zentralasien und Afrika, beraten.
Nach Angaben der BiTBO-Plattform wurden in der Ukraine im Jahr 2021 etwa 46.351 BTC deklariert (etwa 4,6 Mrd. USD bei einem Kurs von 100.000 USD pro BTC im Juni 2025). Diese Vermögenswerte befinden sich in erster Linie im Besitz von Privatpersonen, einschließlich Beamten, und nicht im Besitz des Staates. Der Gesetzesentwurf Nr. 10450 bezieht sich ausschließlich auf die von der NBU verwalteten offiziellen Reserven.
Die wirtschaftliche Lage in der Ukraine, die durch den Krieg und die Abhängigkeit von internationaler Hilfe erschwert wird, macht die Diversifizierung der Reserven zu einer Priorität. Allerdings stellen die hohe Volatilität von Kryptowährungen und das Fehlen internationaler Rechnungslegungsstandards erhebliche Risiken dar, die die NBU bewerten muss.
Yaroslav Zheleznyak stellte fest, dass die Idee, virtuelle Vermögenswerte in die Reserven aufzunehmen, in einer Reihe von Ländern diskutiert wird:
El Salvador: Seit 2021 verwendet das Land Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel und hält sie als Reserven.
USA: Es gibt Initiativen zur Integration von Krypto-Vermögenswerten auf bundesstaatlicher Ebene (z. B. Wyoming), aber es gibt keine derartigen Pläne auf Bundesebene.
Pakistan: Im Mai 2025 kündigten die Behörden ihre Absicht an, die Möglichkeit der Schaffung einer Kryptowährungsreserve zu prüfen, aber es wurden noch keine konkreten Schritte unternommen.
Die Erwähnungen anderer Länder (Schweiz, Brasilien, Kirgisistan, Deutschland und die Tschechische Republik) müssen bestätigt werden, da es keine offiziellen Daten über die Aufnahme von Kryptowährungen in ihre Reserven gibt.
Der Gesetzesentwurf Nr. 13356 wurde am 10. Juni 2025 registriert und muss noch von den zuständigen Ausschüssen der Werchowna Rada geprüft werden. Die Entscheidung über die Bildung einer Kryptowährungsreserve hängt von der NBU ab, die sowohl die potenziellen Vorteile (Diversifizierung, Attraktivität für Investitionen) als auch die Risiken (Volatilität, regulatorische Herausforderungen) berücksichtigen wird.
Diese Initiative spiegelt das weltweite Interesse an virtuellen Vermögenswerten als Element der Staatsfinanzierung wider, unterstreicht aber den vorsichtigen Ansatz der Ukraine, die die Entscheidung den Fachleuten der NBU überlässt.
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